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Wie Österreich tickt?

Die Zahlen & Fakten

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gestorbene RaucherInnen
seit 29. 09. 2014 *
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gestorbene PassivraucherInnen seit 29. 09. 2014 *
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gerauchte Zigaretten seit dem Aufruf dieser Seite
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wurden seit dem Aufruf dieser Seite für Zigaretten ausgegeben
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gerauchte Zigaretten seit
29. 09. 2014 *
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* Beginn der Initiative: 29. September 2014 | Alle Zahlen beziehen sich auf Österreich.

 

Warum sind wir aktiv geworden?

Die Argumente

  • In Österreich stirbt jede Stunde ein Mensch an den Folgen des Rauchens.
  • In Österreich stirbt jede achte Stunde ein Mensch an den Folgen des Passivrauchens.
  • Rauchen verursacht mehr als 15 verschiedene Krebsarten mit.
  • Tabakrauch ist maßgeblich für Herzerkrankungen, Gefäßerkrankungen sowie chronische Lungen- und Gehirnerkrankungen mitverantwortlich.
  • Kinder sind durch Tabakrauch besonders hohen Gesundheitsrisiken ausgesetzt und Erkrankungen wie plötzlicher Kindstod, Asthma, Allergien, Lungen- und Hirnhautentzündungen treten dadurch gehäuft auf.
  • Österreich wird daher auch von der OECD und der WHO in Sachen Kinder- und Jugendschutz ein vernichtendes Zeugnis ausgestellt.
  • Österreich nimmt laut Europäischer Krebsliga in der Tabakkontrolle unter 34 Ländern im europäischen Raum den beschämenden letzten Platz ein.
  • Österreich erwächst durch den Nikotinkonsum nachweislich ein volkswirtschaftlicher Schaden von über 500 Mio. Euro pro Jahr.

Wie sieht die Situation in Österreich aus?

Österreich raucht …

… und zwar zu viel.

Das zeigen sämtliche Befragungen und Statistiken. Hier möchten wir einfach nur die Zahlen sprechen lassen:

2,2 Millionen

  • … ÖsterreicherInnen rauchen – das sind ca. 26% der Bevölkerung

42%

  • … der Jugendlichen haben bereits im Alter von 15-16 Jahren bereits mind. 40 mal geraucht

46%

  • … der RaucherInnen haben bereits versucht, damit aufzuhören

35%

  • … der RaucherInnen rauchen, weil die Eltern geraucht haben

84%

  • … der RaucherInnen geben Freunde/Familie als Grund an, mit dem Rauchen begonnen zu haben

19,8

  • … Zigaretten werden im Schnitt pro Tag und RaucherIn geraucht

1.492

  • … Euro kostet der Tabakkonsum eine/n RaucherIn im Schnitt pro Jahr (bei durchschnittlich 19,8 Zigaretten und € 4,10 pro Packung)

 

Österreich raucht …

500

  • … Zigaretten pro Sekunde

30.000

  • … Zigaretten pro Minute

2,8 Millionen

  • … Zigaretten pro Stunde

43,3 Millionen

  • … Zigaretten pro Tag

15,8 Milliarden

  • … Zigaretten pro Jahr

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

Österreich raucht mehr als andere Länder

Mit einem Raucheranteil von 26% liegt Österreich im europäischen Schnitt. In den meisten EU-Ländern ist die Zahl der Raucher außerdem rückläufig. In Österreich ist die Zahl der Raucher zwar zurückgegangen, nicht aber die Anzahl der gerauchten Zigaretten: Der Konsum von Zigaretten ist im Vergleich zu 2012 um 1,5 Zigaretten gestiegen und liegt derzeit bei durchschnittlich 19,8 Zigaretten pro RaucherIn. ÖsterreicherInnen rauchen also im Schnitt etwa um 5 Zigaretten mehr, als der europäische Durchschnitt.

Unter 34 Ländern im europäischen Raum nimmt Österreich hinsichtlich Tabakkontrolle den beschämenden letzten Platz ein. Dabei wurden Faktoren wie Preispolitik, Warnhinweise, Prävention sowie Rauchverbote an öffentlichen Plätzen berücksichtigt.

Was sagt das Gesetz dazu?

Die aktuelle Gesetzeslage in Österreich

Bundesgesetz über das Herstellen und das Inverkehrbringen von Tabakerzeugnissen sowie die Werbung für Tabakerzeugnisse und den Nichtraucherschutz (Tabakgesetz)

Aktuell ist noch das Tabakgesetz in der alten Form BGBl. Nr. 431/1995 gültig (siehe Gesetzestext in der ausführlichen Fassung). Ab 1. Mai 2018 tritt jedoch eine Novelle in Kraft, die im Wesentlichen folgende Maßnahmen vorsieht:

  • Einführung eines umfassenden Nichtraucherinnen- und Nichtraucherschutzes in der Gastronomie
  • Ausdehnung des Geltungsbereiches des Tabakgesetzes auf die Verwendung von Wasserpfeifen und verwandter Erzeugnisse in von Rauchverboten umfassten Bereichen
  • Einführung einer steuerlichen Nichtraucherschutz-Prämie

Zum Gesetzestext

Welche internationalen Standards gibt es?

Das WHO-Rahmenübereinkommen zur Tabakkontrolle (FCTC)

Die Rahmenkonvention zur Tabakkontrolle External reference (FCTC) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das erste internationale Abkommen des öffentlichen Gesundheitswesens. Sie wurde im Mai 2003 auf der Weltgesundheitsversammlung verabschiedet und trat im Februar 2005 in Kraft. Mehr als 170 Länder (auch Österreich) sowie die Europäische Union haben das Abkommen unterzeichnet.

Österreich hat aber die bereits 2005 ratifizierte Konvention bis heute noch nicht umgesetzt.

Ziel der FCTC ist es, globale Rahmenbedingungen für den Umgang mit Tabakprodukten zu schaffen. Diese sollen einerseits bewirken, dass weniger Personen mit dem Rauchen anfangen und andererseits die Entwöhnung vom Rauchen unterstützen. In den Vertragsbestimmungen werden Maßnahmen zur Reduzierung der Nachfrage nach Tabakprodukten und der Versorgung mit Tabakprodukten unterteilt.

Die Klauseln der FCTC sollen die Nachfrage nach und die Versorgung mit Tabakprodukten hemmen. Dabei benannte die WHO folgende Punkte als wesentliche Faktoren für eine Reduzierung:

  • Preisliche und steuerliche Maßnahmen;
  • Schutz vor dem Passivrauchen;
  • Regulierung der zulässigen Zusatzstoffe von Tabakprodukten;
  • Rechtliche Bestimmungen zur Offenlegung von Tabakprodukten;
  • Verpackung und Beschriftung von Tabakprodukten;
  • Bildung, Kommunikation, Training und öffentliches Bewusstsein;
  • Tabakwerbung, Promotion und Sponsoring; und
  • die Forderung nach Maßnahmen zur Bekämpfung der Tabakabhängigkeit und zur Unterstützung der Entwöhnung.

Die wesentlichen im Abkommen festgeschriebenen Reduzierungsmaßnahmen sind laut WHO folgende:

  • illegaler Handel mit Tabakprodukten;
  • Verkauf an und durch Minderjährige; und
  • die Unterstützung wirtschaftlich tragfähiger, alternativer Tätigkeiten.

Die COP hat außerdem zu verschiedenen Artikeln der FCTC unverbindliche Leitsätze External reference veröffentlicht. Diese Leitsätze beziehen sich bislang auf folgende Themen: Rauchverbot in der Öffentlichkeit, Beschränkung einer Beteiligung der Tabakindustrie an der Entwicklung von rechtlichen Rahmenbedingungen zum Umgang mit Tabakprodukten, Verpackung und Beschriftung von Tabakprodukten, Vermarktung von Tabakprodukten und regulatorische Bestimmungen.